Deutscher Social Entrepreneurship Monitor

Die Datengrundlage zu Potenzialen, Bedürfnissen und Herausforderungen von Social Entrepreneurs

Deutscher Social Entrepreneurship Monitor

Der Deutsche Social Entrepreneurship Monitor (DSEM) informiert seit 2018 über das deutsche Social-Entrepreneurship-Ökosystem. Der anfangs jährlich und seit 2022 alle zwei Jahre erscheinende Monitor möchte damit Entscheidungsträger:innen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft eine Entscheidungsgrundlage für die Unterstützung von Social Enterprises geben.

Neben kon­ven­tio­nel­len Kenn­zah­len, wie Orga­ni­sa­ti­ons­grö­ße und Umsatz­hö­he, erhebt er spe­zi­fi­sche Daten, die für das Öko­sys­tem rele­vant sind, z.B. Wahl der Wir­kungs­mo­del­le, Arten der Gover­nan­ce, Daten zu Gemein­nüt­zig­keit oder Anzahl von ehren­amt­li­chen Mitarbeiter:innen. Seit 2020 ist der DSEM ein­ge­bun­den in das von EUCLID Network gelei­te­te und durch die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on finan­zier­te Euro­pean Social Enter­pri­se Monitor.

Ansprechpartnerin

Katharina Scharpe
Leitung DSEM

Vierter Deutscher Social Entrepreneurship Monitor 2021/22

Sozi­al­un­ter­neh­men sind viel­fäl­tig. Diese Viel­fäl­tig­keit ist ein großes Poten­ti­al für unsere Gesell­schaft, da durch Sozi­al­un­ter­neh­men viele unter­schied­li­che gesell­schaft­li­che Her­aus­for­de­run­gen inno­va­tiv ange­gan­gen werden. Gleich­zei­tig ent­ste­hen daraus Her­aus­for­de­run­gen wie z.B. bei Finanzierungsoptionen. 

Die Viel­fäl­tig­keit zeigt sich auch im vierten Deut­schen Social Entre­pre­neur­ship Monitor. Die teil­neh­men­den Sozi­al­un­ter­neh­men decken alle Sus­tainable Deve­lo­p­ment Goals (SDGs) ab und leisten einen posi­ti­ven Beitrag sowohl für die Gesell­schaft als Ganzes, für spe­zi­el­le Per­so­nen­grup­pen, als auch für die Umwelt.  

Wer zählt für Ihre Orga­ni­sa­ti­on als Wirkungsempfänger:innen? (Mehr­fach­aus­wahl möglich)

Sozi­al­un­ter­neh­men sind aber nicht nur in ihrer Wirkung sehr divers, sondern auch in Bezug auf ihre Haupt­ein­nah­me­quel­len. Während die einen Pro­duk­te an Kon­su­men­ten ver­kau­fen, handeln andere mit Unter­neh­men oder der öffent­li­chen Hand (siehe auch: Buy social). Wieder andere geben als größte Haupt­ein­nah­me­quel­le För­de­run­gen oder Spenden an. Die unter­schied­lich starke Aus­prä­gung markt­ori­en­tier­ter Ein­nah­me­quel­len zeigt auch wie unter­schied­lich die Her­an­ge­hens­wei­sen und Geschäfts­mo­del­le der ver­schie­de­nen Sozi­al­un­ter­neh­men sein können. Das stellt ein beson­de­res Poten­ti­al dar, da Social Enter­pri­ses mit ver­schie­de­nen, oft inno­va­ti­ven, Geschäfts­mo­del­len positiv auf die Nach­hal­tig­keits­zie­le wirken können.  

Gleich­zei­tig erfah­ren Sozi­al­un­ter­neh­men durch ihre Hete­ro­ge­ni­tät beson­de­re Her­aus­for­de­run­gen, z.B. dass Finan­zie­rung­for­men oder För­de­run­gen oft nicht für alle Sozi­al­un­ter­neh­men gleich zugäng­lich sind. 

Finan­zie­rung ist nach wie vor die größte Hürde für Sozi­al­un­ter­neh­men in Deutschland

Finan­zi­el­le Her­aus­for­de­run­gen stehen für die DSEM-Social Enter­pri­ses mit Abstand im Vor­der­grund. Stark bis sehr stark betrof­fen sind die DSEM-Social Enter­pri­ses von:  

  • Zu wenig geziel­ter Anschluss­fi­nan­zie­rung (33,1%) 
  • Schwer nach­voll­zieh­ba­rer Vergabe von öffent­li­chen Finanz­mit­teln (30,9%) 
  • Zu wenig ver­wend­ba­ren Formen von Start­fi­nan­zie­rung (28,4%) 

Um die Bedürf­nis­se der Sozi­al­un­ter­neh­men besser abzu­de­cken, ist es wichtig Finan­zie­rungs- und Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te sowohl auf die jewei­li­ge Ent­wick­lungs­pha­se der Sozi­al­un­ter­neh­men als auch auf deren Ausmaß an Markt­ori­en­tie­rung auszurichten.

  • Die DSEM-Social-Enter­pri­ses wirken mit ihren sozia­len Inno­va­tio­nen am häu­figs­ten in den Berei­chen „Bildung“ und „Gesund­heit und Soziale Arbeit“ sowie „Infor­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gie“. 
  • Von den DSEM-Social-Enter­pri­ses arbei­ten 88,9 % an mehr als einem der Ziele für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung (SDGs). Umwelt­be­zo­ge­ne Aspekte spielen dabei eine wich­ti­ge Rolle. 55,4 % der DSEM-Social-Enter­pri­ses adres­sie­ren direkt öko­lo­gi­sche Ziel­stel­lun­gen (SDG 6,7,12,13,14,15). 
  • Über 60 % der DSEM-Social-Enter­pri­ses widmen ihre Ange­bo­te Per­so­nen­krei­sen, die von sozia­len Miss­stän­den betrof­fen sind. Die am häu­figs­ten adres­sier­ten Ziel­grup­pen der DSEM-Social-Enter­pri­ses sind Kinder und Jugend­li­che (37,3 %), Frauen/Mädchen (28,1 %) und Men­schen mit Migra­ti­ons- oder Flucht­hin­ter­grund (29,5 %).  
  • Von den DSEM-Social-Enter­pri­ses setzen sich 79,4 % auch über ihr unter­neh­me­ri­sches Tages­ge­schäft hinaus für eine struk­tu­rel­le Ver­bes­se­rung in rele­van­ten The­men­fel­dern ein.  
  • Knapp jedes fünfte DSEM-Social-Enter­pri­se ist im B2G-Markt („Busi­ness to Govern­ment“) aktiv. Im Ver­gleich zum kon­ven­tio­nel­len Startup-Sektor, in dem ledig­lich knapp 5 % Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen für die öffent­li­che Hand anbie­ten, stellt diese für die DSEM-Social-Enter­pri­ses ein wich­ti­ges Kun­den­seg­ment dar.  
  • Mehr als die Hälfte (54 %) der DSEM-Social-Enter­pri­ses ver­kau­fen Pro­duk­te und/oder Dienst­leis­tun­gen an kon­ven­tio­nel­le Unter­neh­men. Weitere 22 % äußern Inter­es­se am B2B-Geschäft („Busi­ness to Busi­ness“). 
  • Die DSEM-Social-Enter­pri­ses nehmen wesent­lich sel­te­ner Fremd- und Wag­nis­ka­pi­tal auf als in der Startup Branche üblich. 55,7 % finan­zie­ren ihr Vor­ha­ben aus eigenen Erspar­nis­sen und mit 47,9 % greift fast jedes zweite DSEM-Social-Enter­pri­ses auf staat­li­che För­der­mit­tel zurück. 
  • Das Thema Finan­zie­rung stellt die DSEM-Social-Enter­pri­ses immer noch vor große Her­aus­for­de­run­gen. Als Top 3 Her­aus­for­de­run­gen konnten man­geln­de Fol­ge­fi­nan­zie­rung nach der Grün­dung, die Kom­ple­xi­tät öffent­li­cher Finan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten sowie feh­len­de Start­fi­nan­zie­rung iden­ti­fi­ziert werden. 
  • Von den DSEM-Social-Enter­pri­ses fühlen sich fast 80 % von der Politik bisher wenig bis gar nicht unter­stützt. Die DSEM-Social-Enter­pri­ses wün­schen sich von der Politik ins­be­son­de­re einen Büro­kra­tie­ab­bau bei öffent­li­chen För­der­pro­gram­men, bes­se­ren Zugang zu Finan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten sowie eine Aktua­li­sie­rung des Gemein­nüt­zig­keits­rechts. 
  • Bei der Wahl ihrer Rechts­form sind die DSEM-Social-Enter­pri­ses sehr hete­ro­gen. Unter den DSEM-Social-Enter­pri­ses sind fast alle mög­li­chen Rechts­for­men ver­tre­ten. Orga­ni­sa­tio­nen mit Gemein­nüt­zig­keits­sta­tus treten in etwa mit glei­cher Häu­fig­keit auf wie Orga­ni­sa­tio­nen ohne Gemein­nüt­zig­keits­sta­tus. 
Vierter Deutscher Social Entrepreneurship Monitor
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Dritter Deutscher Social Entrepreneurship Monitor 2020/21

Deutsche Sozialunternehmen zeigen Wege aus der Coronakrise

Die Ergeb­nis­se des 3. DSEMs zeigen, dass selbst unter den schwe­ren Bedin­gun­gen der Corona-Krise Sozi­al­un­ter­neh­men ihre Wirkung ver­brei­ten. Für viele Men­schen lindern sie gar die Pro­ble­me, die durch die Krise ent­stan­den sind und leisten in der andau­ern­den Pan­de­mie einen wich­ti­gen Beitrag für die Gesell­schaft. Sie zeigen sich dabei als beson­ders inno­va­tiv – sowohl in sozia­ler als auch tech­ni­scher Hin­sicht. Neben neuen Ideen für Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen, nutzen sie neue Formen der Unter­neh­mens­füh­rung und am wich­tigs­ten: Sie gestal­ten ein Umden­ken, wie gesell­schaft­li­che Pro­ble­me erfolg­reich gelöst werden können. Leider treffen die oft recht jungen Social Enter­pri­ses selten auf güns­ti­ge Förder- und Unter­stüt­zungs­struk­tu­ren. Im Gegen­satz zu kon­ven­tio­nel­len Unter­neh­men haben sie oft das Nach­se­hen bei Finan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten. Außer­dem bemän­geln sie eine schwer nach­voll­zieh­ba­re Vergabe von öffent­li­chen Finanz­mit­teln. SEND setzt sich für ein sozial inno­va­ti­ves Deutsch­land mit starken Social Enter­pri­ses ein. Dafür hat es gemein­sam mit seinen Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen Posi­tio­nen ent­wi­ckelt, um der Politik Anlei­tun­gen zu geben, wie dieses Ziel zu errei­chen ist.

  • DSEM-Social-Enter­pri­ses sind in den ver­schie­dens­ten Bran­chen tätig. Am häu­figs­ten sind sie in den Sek­to­ren „Erzie­hung und Unter­richt“ und „Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen“ aktiv.
  • Dabei wirken die DSEM-Social-Enter­pri­ses mit ihren Tätig­kei­ten am häu­figs­ten auf fol­gen­de SDGs ein: „Nachhaltige/r Konsum und Pro­duk­ti­on“, „Gesund­heit und Wohl­erge­hen“ und „Weniger Ungleichheiten“.
  • Die DSEM-Social-Enter­pri­ses setzen auf Inklu­si­on. So beschäf­tigt knapp ein Drittel Men­schen mit phy­si­schen oder psy­chi­schen Beein­träch­ti­gun­gen in ihren Organisationen.
  • Min­des­tens 92 % der DSEM-Social-Enter­pri­ses streben eine Ska­lie­rung ihrer Orga­ni­sa­ti­on an, um ihre Wirkung zu maximieren.
  • Die Band­brei­te der gewähl­ten Rechts­for­men ist sehr groß. Ins­ge­samt ordnen sich 58,6 % der DSEM-Social-Enter­pri­ses einer eher gewerb­lich ori­en­tier­ten Rechts­form zu, während 46,4 %, aus einer eher sozial ori­en­tier­ten Rechts­form agieren.
  • Aller­dings bleibt die Wahl einer adäqua­ten Rechts­form für Social Enter­pri­ses in Deutsch­land eine Her­aus­for­de­rung. So bemän­geln sechs von zehn der DSEM-Social-Enter­pri­ses die aktu­el­le Rechtslage.
  • Zwei Drittel der DSEM-Social-Enter­pri­ses nutzen hybride Ein­kom­mens­quel­len, d.h. sie erzie­len Ein­nah­men sowohl über Markt­ak­ti­vi­tä­ten als auch Nicht-Marktaktivitäten.
  • DSEM-Social-Enter­pri­ses finan­zie­ren sich am häu­figs­ten über eigene Erspar­nis­se, staat­li­che För­der­mit­tel und durch Innenfinanzierung.
  • Gleich­zei­tig stellt das Thema der Finan­zie­rung die größte Her­aus­for­de­rung für die DSEM-Social-Enter­pri­ses dar. Die schwer nach­voll­zieh­ba­re Vergabe von öffent­li­chen Finanz­mit­teln, das Fehlen geziel­ter Anschluss­fi­nan­zie­rung und der Mangel an ver­wend­ba­ren Formen von Start­fi­nan­zie­rung zählen zu den größten Hürden der DSEM-Social-Enterprises.
  • 2020 waren die DSEM-Social-Enter­pri­ses wie­der­holt eher unzu­frie­den mit der Unter­stüt­zung seitens der Politik. 80,2 % bewer­ten die För­de­rung von Social Entre­pre­neur­ship als gering.
Dritter Deutscher Social Entrepreneurship Monitor
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Zweiter Deutscher Social Entrepreneurship Monitor 2019

Social Entre­pre­neurs stellen gesell­schaft­li­che Her­aus­for­de­run­gen ins Zentrum ihres Han­delns, zeigen die 212 Ant­wor­ten­den des 2. DSEM 2019. Unter den viel­fäl­ti­gen Wir­kungs­be­rei­chen domi­nie­ren Bildung, nach­hal­ti­ger Konsum und Gesund­heit. Neun von zehn Social Entre­pre­neurs ent­wi­ckeln eine deutsch­land­wei­te Markt­neu­heit und zeigen damit die hohe Inno­va­ti­ons­kraft des Sektors. Inter­es­sant ist auch, dass fast die Hälfte der Gründer:innen weib­lich sind – ein starker Kon­trast zum ansons­ten män­ner­do­mi­nier­ten Grün­dungs­sek­tor.

  • Gesell­schaft­li­che Her­aus­for­de­run­gen zu lösen ist der wich­tigs­te Treiber für die DSEM-Social-Entre­pre­neurs. Eine gesell­schaft­li­che Wirkung zu erzie­len ist für die meisten (83,5%) vor­ran­gig gegen­über finan­zi­el­ler Rendite und für ins­ge­samt 96,7% min­des­tens gleich­wer­tig zu finan­zi­el­ler Rendite.
  • Dabei erwei­sen sich die DSEM-Social-Entre­pre­neurs erneut als sehr inno­va­tiv. 87,3% berich­ten von einer min­des­tens deutsch­land­wei­ten Marktneuheit.
  • Der Frau­en­an­teil der DSEM-Social-Entrepreneur-Gründer*innen istmit 46,7% ver­gleichs­wei­se hoch.
  • Die Mehr­heit (81,6%) der DSEM-Social-Entre­pre­neurs reinves­tiert eigene Gewinne schwer­punkt­mä­ßig bis aus­schließ­lich für den Zweck der Orga­ni­sa­ti­on. Auch Trans­pa­renz, z.B. im Bezug auf Gehäl­ter (63,5%), und Par­ti­zi­pa­ti­on in Form von Mit­ar­bei­ter­ein­bin­dung bei stra­te­gi­schen Ent­schei­dun­gen (84,2%) werden von vielen der ant­wor­ten­den DSEM-Social-Entre­pre­neurs gelebt.
  • Die am häu­figs­ten genann­ten Wir­kungs­fel­der, in denen die DSEM-Social-Entre­pre­neurs eine posi­ti­ve Wirkung erzie­len wollen, sind fol­gen­de SDGs: „Hoch­wer­ti­ge Bildung“ (46,2%), „Nachhaltige/r Konsum und Pro­duk­ti­on“ (45,3%), „Gesund­heit und Wohl­erge­hen“ (44,3%) und „Men­schen­wür­di­ge Arbeit und Wirt­schafts­wachs­tum“ (43,4%).
  • Inner­halb der eigenen Lie­fer­ket­ten ist gesell­schaft­li­che Wirkung eben­falls ein rele­van­tes Thema. 94,3% der DSEM-Social-Entre­pre­neurs berück­sich­ti­gen Aspekte der Fair­ness und Nach­hal­tig­keit in ihren Lieferketten.
  • Kon­ven­tio­nel­le Unter­neh­men sind an Social Ent­re­pri­ses inter­es­siert. Mehr als 2/3 der DSEM-Social-Entre­pre­neurs haben kon­ven­tio­nel­le Unter­neh­men als Kunden.
  • Die Finan­zie­rung ist eine der Haupt­hür­den für DSEM-Social-Entre­pre­neurs. Start­fi­nan­zie­rung, Anschluss­fi­nan­zie­rung und der Zugang zum Finanz­markt stellen sich für jeweils über 50% der DSEM-Social-Entre­pre­neurs als schwie­rig dar.
  • Die Rechts­for­men der DSEM-Social-Entre­pre­neurs sind sehr hete­ro­gen. Hier zeigt sich sowohl die soziale wie auch die wirt­schaft­li­che Ori­en­tie­rung der Social Entre­pre­neurs. Das Fehlen einer pas­sen­den Rechts­form ist für 51,4% der DSEM-Social-Entre­pre­neurs eine rele­van­te Hürde.
  • 2019 sind die DSEM-Social-Entre­pre­neurs wie­der­holt eher unzu­frie­den mit der Unter­stüt­zung seitens der Politik. Im Durch­schnitt erhält die Politik auf Bun­des­ebe­ne die Note 4,6 – unver­än­dert zum Jahr davor.
Zweiter Deutscher Social Entrepreneurship Monitior
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Erster Deutscher Social Entrepreneurship Monitor 2018

Ob Kran­ken­ver­si­che­run­gen oder Genos­sen­schafts­ban­ken: Deutsch­land ist immer ein Land der Sozia­len Inno­va­tio­nen gewesen. Immer wieder haben sich Men­schen auf­ge­macht, die Lebens­be­din­gun­gen für Mensch und Natur zu ver­bes­sern und rich­tungs­wei­sen­de Stra­te­gien für die Zukunft zu ent­wi­ckeln. Diese Tra­di­ti­on hat sich in vielen Formen bis heute erhal­ten – und erlebt derzeit mit der wach­sen­den Anzahl an Social Entre­pre­neurs einen neuen Auf­schwung. Der 1. Deut­sche Social Entre­pre­neur­ship Monitor 2018 zeigt die Viel­falt dieses Öko­sys­tems.

  • 9/10 DSEM-Sozi­al­un­ter­neh­men lösen gesell­schaft­li­che Pro­ble­me in Deutsch­land; 3/4 sind dabei höchst inno­va­tiv. 
  • Knapp 50% der DSEM-Grün­den­den sind Frauen. 
  • Bei 56% der DSEM-Sozi­al­un­ter­neh­men nehmen die Mit­ar­bei­ten­den direk­ten Ein­fluss auf die Ent­schei­dun­gen und haben ein Mit­spra­che­recht. 
  • 1/3 der DSEM-Sozi­al­un­ter­neh­men bewer­tet die eigenen Wir­kungs­mo­del­le, Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen als welt­wei­te oder EU-weite Markt­neu­heit. 
  • 62% der Befrag­ten sehen in Start­fi­nan­zie­rung und 65% in Anschluss­fi­nan­zie­rung eine wesent­li­che Hürde. 
  • 55% emp­fin­den Zugang zu Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­ten als wesent­li­che Hürde. 
  • Die Politik erhält ledig­lich Note 4,6 für die Unter­stüt­zung von Social Entre­pre­neur­ship in Deutsch­land. 
  • 73% der DSEM-Sozi­al­un­ter­neh­men wollen eine stär­ke­re Reprä­sen­ta­ti­on. 
  • Sozi­al­un­ter­neh­men sind sehr hete­ro­gen. Sie sind in ihren Geschäfts- und Wir­kungs­mo­del­len, den gewähl­ten Rechts­for­men und der Finan­zie­rung sehr viel­sei­tig. 
  • 87% der DSEM-Sozi­al­un­ter­neh­men streben eine Ska­lie­rung an.