Mit Open Social Innovation in die Zukunft

30.03.2021

Mit Open Social Innovation in die Zukunft

Seit einem Jahr erleben wir nie dage­we­se­ne Her­aus­for­de­run­gen. Gleich­zei­tig haben wir gemein­sam mit euch im letzten Jahr aber auch neue Lösungs­we­ge ent­deckt und mit #WirVs­Vi­rus den Grund­stein gelegt für ein sek­tor­über­greifendes #Gemein­samWirken und eine neue Form von Open Social Inno­va­ti­on.

Doch was bedeu­tet das genau, wie geht es weiter und wie können Bürger:innen in das Ent­wi­ckeln von Lösun­gen und deren Umset­zung eingebun­den werden? Wir wollen euch zum ein­jäh­ri­gen Jubi­lä­um von #WirVs­Vi­rus mit auf die Reise nehmen und zurückaber vor allem auch vor­aus­bli­cken.

Gestar­tet ist alles mit der Orga­ni­sa­ti­on eines Betei­li­gungs­pro­zes­ses in der Corona-Krise, wie es ihn bis dato nicht gab. Am 20. – 22. März 2020 kamen in 48 Stunden 28.361 Men­schen zusam­men, um an über 1.500 Lösun­gen zu arbei­ten. Der #WirVs­Vi­rus Hacka­thon war geboren und unser Motto #Gemein­sam­Wir­ken nahm bei der Zusam­men­ar­beit auf Augen­hö­he von Ver­ei­nen, Bürger:innen, Unter­neh­men, (Social) Star­tups, Ver­wal­tun­gen und der Schirm­herr­schaft der Bun­des­re­gie­rung eine völlig neue Dimen­si­on an.

Noch während die Teil­neh­mer:innen neue Lösun­gen erar­bei­te­ten, stellte sich dem Orga­ni­sa­ti­ons­team aus sieben zivil­ge­sell­schaft­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen die Frage: Wie können wir die Ideen des Hacka­thons in der Umset­zung best­mög­lich beglei­ten?

Kur­zer­hand wurde ein Umset­zungs­pro­gramm ent­wi­ckelt, in dem sich 150 Pro­jek­te auf den Weg machten, um nutzer:innenzen­trier­te Pro­to­ty­pen zu bauen, zu testen, zu ska­lie­ren und ihre Wirkung zu ent­fal­ten. Für viele Pro­jek­te im und auch außer­halb des Umset­zungs­pro­gramms blieb jedoch die Frage der Finan­zie­rung. Durch eure Unter­stüt­zung und mutige Partner:innen haben wir gemein­sam mit der Crowd­fun­ding-Platt­form Start­next und der Gemein­nüt­zi­gen Hertie-Stif­tung den #WirVs­Vi­rus Matching Fonds ins Leben gerufen. Einen För­der­topf, der Crowd­fun­ding-Kam­pa­gnen mit Ideen zur Lösung der Krise mit 25% der eigenen Fun­ding­sum­me unter­stützt. Mehr dazu und unseren Lear­nings könnt ihr auf dem Star­text Blog nachlesen.

Trotz Erfolg des Matching Fonds haben wir schnell fest­ge­stellt, dass die Finan­zie­rungs­be­dar­fe der Pro­jek­te dadurch allein nicht gedeckt werden können und klas­si­sche Instru­men­te für soziale Inno­va­tio­nen nicht greifen und nicht fle­xi­bel genug zur Ver­fü­gung stehen. Diese Erkennt­nis wird auch durch die wis­sen­schaft­li­che Begleit­for­schung durch Johanna Mair (Hertie School) und Thomas Gegen­hu­ber (Leu­pha­na Uni­ver­si­tät) bestä­tigt.

In ihrem Policy Brief emp­feh­len sie neben dem Ausbau von Finan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten auch die Stär­kung von digi­ta­lem Enga­ge­ment und betonen das oft unge­nutz­te Poten­zi­al von Bil­dungs­ein­rich­tun­gen als Motoren des sozia­len Wandels. Um Open Social Inno­va­ti­on in Ver­wal­tun­gen und dem öffent­li­chen Sektor anzu­do­cken braucht es zudem bessere Schnitt­stel­len, Best Prac­ti­ces, Umset­zungs­we­ge zur Ska­lie­rung von Ideen im föde­ra­lis­ti­schen System sowie einen bes­se­ren Daten­zu­gang für Innovator:innen. Die Kurz- und Langversion der sieben Emp­feh­lun­gen findet ihr hier sowie den neu erschie­ne­nen #WirVs­Vi­rus Lear­ning Report. Dieser ver­deut­licht, wie Social Open Inno­va­ti­on zur Lösung von Pro­ble­men bei­tra­gen kann, die wir noch nicht kom­plett erfas­sen können – wie beim Start der Pan­de­mie.

Es gibt also noch viel zu tun, zu lernen und umzu­set­zen! #WirVs­Vi­rus war der Start – ein Pro­to­typ und ein Sprint vor dem Mara­thon, um einen neuen Pro­blem­lö­sungs­pro­zess zu schaf­fen. Durch eine kon­se­quen­te Wei­ter­ent­wick­lung von Open Social Inno­va­ti­on kann Deutsch­land zum Vor­rei­ter für soziale Inno­va­tio­nen werden und so effek­tiv das gesamt­ge­sell­schaft­li­che Pro­blem­lö­sungs­po­ten­zi­al ent­fal­ten, das #WirVs­Vi­rus ein­drück­lich auf­ge­zeigt hat. Davon profitieren alle: der Staat, unsere Demo­kra­tie, die Gesell­schaft und vor allem zukünf­ti­ge Genera­tio­nen! Mehr dazu haben Holke Brammer (Project­Tog­e­ther) und unser Vor­stand Markus Sauerhammer in einem Beitrag im kürz­lich ver­öf­fent­lich­ten Buch Demo­ka­tie­ver­stär­ker beschrie­ben.

Wie geht es jetzt also konkret weiter? Richtig – mit dem nächs­ten Open Social Inno­va­ti­on-Prozess und noch mehr starken Part­ner­schaf­ten. Denn Deutsch­land macht ein Update. Raus aus der Krise und rein in die Zukunft. Das Bun­des­kanz­ler­amt, neun Landes­re­gie­run­gen, zahl­rei­che Bür­ger­meis­ter:innen, Ver­wal­tun­gen, Orga­ni­sa­tio­nen der Zivil­ge­sell­schaft und Bürger:innen haben sich Update Deutsch­land ange­schlos­sen. Und ist genau ein Jahr nach dem #WirVs­Vi­rus Hacka­thon am 19. – 21. März 2021 das nächste Expe­ri­ment gestar­tet, um die Inno­va­ti­ons­kraft eines Landes zu bündeln, Ideen zusam­men­zu­führen, wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, zu testen und zu ska­lie­ren. Nach dem 48h-Sprint als Auftakt startet jetzt das Umset­zungs­pro­gramm. #SoGeh­t­Zu­kunft finden wir und sind dabei! Ihr auch?

Autorin
Johanna Kühner

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