Der 2. Deutsche Social Entrepreneurship Monitor ist da!

14.02.2020 | news

Juhu - Der DSEM ist da!

Dank der Teilnahme vieler Social Entrepreneurs können wir Euch heute feierlich den Deutschen Social Entrepreneurship Monitor (DSEM) vorstellen. Der DSEM ist eine jährliche Studie zu Social Entrepreneurship in Deutschland, umgesetzt in Kooperation mit der Otto von Guericke Universität Magdeburg und ermöglicht durch SAP SE. In der Studie werden Sozialunternehmer*innen nach dem Status ihrer Organisation befragt.

Mit dem DSEM möchten wir Euch, der Politik, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft einen tieferen Blick in den Sektor ermöglichen und insbesondere die Potentiale und Herausforderungen von Social Entrepreneurship aufdecken.

Und hier könnt Ihr den DSEM herunterladen.

Social Entrepreneurship hat sich als wichtiges Instrument herausgestellt, um gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen und die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen. Zwischenzeitlich wurde eine bessere Unterstützung in mehreren Koalitionsverträgen auf Bundes- und Landesebene zugesagt. Es ist selten, dass ein Thema fraktionsübergreifend so viel Zustimmung erhält.

Ergebnisse des DSEM

Aus den Daten des DSEM geht hervor, dass Social Entrepreneurship beim Erreichen der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen eine wichtige Rolle spielt. Besonders häufig werden die Ziele„Hochwertige Bildung“(46,2%) und„nachhaltiger Konsum/ nachhaltige Produktion“(45,3%) als Wirkungsfelder der Organisationen genannt. Das Verfolgen dieser Ziele hat für die Social Entrepreneurs Priorität. 83,5% geben an, dass das Erzielen der gesellschaftlichen Wirkung für sie bedeutender ist als das Erzielen finanzieller Rendite. In diesem Sinne reinvestieren 81,6% der Social Entrepreneurs ihre Gewinne schwerpunktmäßig für den Zweck der eigenen Organisation, anstatt die Gewinne für private Zwecke auszuschütten.

Deutlich wird im DSEM aber auch, dass Social Entrepreneurship sich in Deutschland noch vielen Herausforderungen stellen muss. Insbesondere die Start- und Anschlussfinanzierung und das Fehlen einer passenden Rechtsform sind laut DSEM für mehr als jeden zweiten Social Entrepreneur eine bedeutsame Hürde. Aktuell nutzen Social Entrepreneurs unterschiedliche Rechtsformen und Rechtsform-Kombinationen, um dem entgegen zu wirken. David Griedelbach, Gründer und Geschäftsführer von Quartiermeister, hat sich für eine „(…) hybride Struktur entschieden, da es keine Rechtsform gibt, die beide Komponenten, also das Unternehmerische und das Soziale, in einem Konstrukt vereint.“ Florian Kollewijn, Mitgründer und CEO der CHANCEN eG, hingegen setzt auf die Stärken der Genossenschaft. Klar ist: Die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen für Social Entrepreneurship in Deutschland brauchen dringend ein Update!

Blogreihe

Um den vielfältigen Ergebnissen des DSEM gerecht zu werden, werden wir in den folgenden Wochen auf besondere Schwerpunktthemen eingehen und dazu eine Themenreihe innerhalb unseres Blogs starten.

Schaut bald wieder vorbei!

Ihr seid neugierig auf die komplette Studie geworden? Hier findet Ihr den DSEM.