Gemeinsamer Koalitionsantrag ist auf dem Weg: Ein Weihnachtsgeschenk für die Gesellschaft

20.12.2019 | news

Im März 2018 wurden erstmals Potenziale und eine bessere Unterstützung von Social Entrepreneurship im Koalitionsvertrag der Bundesregierung verankert: “Social Entrepreneurship spielt bei der Lösung aktueller gesellschaftlicher und sozialer Herausforderungen eine zunehmend wichtige Rolle. Social Entrepreneurship wollen wir noch stärker als bisher fördern und unterstützen.”

Vor Weihnachten machen die Regierungsfraktionen ernst und bringen einen gemeinsamen Koalitionsantrag zur Förderung von Social Entrepreneurship und Sozialen Innovationen in den Bundestag ein.

Laut Pressemeldung der Regierungsfraktionen sollen mehr finanzielle Mittel zur Förderung von Social Entrepreneurship bereitgestellt und dabei auch unser Vorschlag für eine Nutzung “nachrichtenloser Bankkonten” zum Aufbau eines Sozialen-Innovationsfonds berücksichtigt werden. Zudem wird betont, dass es neben der Entwicklung einer Gesamtstrategie auch einer Definition für Soziales Unternehmertum bedarf.

Die Regierungsfraktionen betonen, dass die Rahmenbedingungen für Social Entrepreneurs insgesamt verbessert werden müssen, da Soziale Innovationen der Gesellschaft handfesten Nutzen bringen und helfen durch vorbeugendes Handeln oft hohe Folgekosten zu sparen.

Deswegen soll es ein koordinierendes Ressort auf Bundesebene geben und die Möglichkeit einer eigenen Rechtsform für Sozialunternehmen geprüft werden.

Es bleibt spannend, welche Empfehlungen des Social Entrepreneurship Sektors, der gemeinsamen Positionen mit Wohlfahrt oder mit Finanzierungspartnern im Detail im Antrag aufgegriffen werden, der noch in finaler Bearbeitung ist.

Der deutsche Social Entrepreneurship Sektor begrüßt die Initiative der Regierungsfraktionen. Denn es geht um mehr als einen Wirtschaftszweig. Neben bestehenden Problemen, werden uns in den nächsten Jahren Klimawandel, demografischer Wandel und digitale Transformation noch mehr herausfordern. Der Antrag der Regierungsfraktionen kann zur Basis einer besseren Entwicklung und Verbreitung zukunftsorientierter Lösungen werden. Dazu Markus Sauerhammer, 1. Vorstand von SEND:

“International liegt Deutschland bei der Förderung von innovativen Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zurück. Der Antrag ist ein Baustein für einen Transfer unserer Sozialen Marktwirtschaft in die heutige Zeit und knüpft damit an unsere Tradition bei Sozialen Innovationen an.”

Wir sind gespannt auf die konkrete Ausgestaltung und freuen uns bereits heute auf die Umsetzung beschlossener Maßnahmen. Ein großer Dank geht an die zuständigen Bundestagsabgeordneten Sabine Poschmann (SPD-Fraktion) und Dr. Andreas Lenz (CDU/CSU-Fraktion) sowie alle am Prozess beteiligten Akteure!

Ein tolles Weihnachtsgeschenk für unsere Gesellschaft, ein wichtiger Meilenstein für Social Entrepreneurship in Deutschland und damit ein schöner Jahresabschluss für SEND.

Wir wünschen schöne Weihnachten und einen guten Start in das neue Jahr!