Digitale Lösungen für bürgerschaftliches Engagement

05.11.2019 | news

Die Welt verändert sich immer schneller und die Politik hängt weiterhin hinterher. Dies wird auch im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements deutlich: Zu Zeiten von #FridaysforFuture oder #unteilbar sind Menschen zunehmend daran interessiert, wirkungsvoll bei sozialen Bewegungen mitzumachen anstatt sich für zwei Jahre zu verpflichten, einen Vorstandsposten zu übernehmen. Schließlich steht das Engagieren im Vordergrund und nicht der Titel. Insbesondere junge Menschen haben Lust, sich zu engagieren, machen es zumeist aber aufgrund des strukturellen Wandels des Ehrenamts nicht.

Digitale Plattformen schaffen hier Abhilfe und stellen heutzutage vor allem für junge Menschen, die sich engagieren wollen, eine wichtige Anlaufstelle dar.

Daher muss auch die Politik diese Veränderungen anerkennen und ihren Beitrag leisten, die Engagementlandschaft zeitgemäß und wirkungsorientiert zu gestalten! Die Politik hat die Chancen der Digitalisierung und Diversifizierung des Engagements bisher nicht ausreichend genutzt!

Wir haben deshalb mit unseren Mitgliedern, die an der Schnittstelle zwischen klassisch ehrenamtlichen Organisationen und der Wirtschaft arbeiten, ein Positionspapier erarbeitet. Wir wollen der Politik damit zeigen, wie sie die Rahmenbedingungen für das bürgerschaftliche Engagement und seine Unterstützer*innen zeitgemäß und sozial-innovativ anpassen kann. Denn es geht um Aspekte wie Identifikation, Wertschätzung und Mitgestaltung. Digitale Lösungen setzen hier an und vereinfachen die Bürokratie und senken Zugangsbarrieren.

Zitat und Teamfoto vostel.de

Bild: Das Team von vostel.de

In dem Positionspapier haben wir 5 Handlungsfelder für die Politik identifiziert und mit konkreten Forderungen der digitalen Sozialunternehmer*innen untermalt, sodass es für zukunftsorientierte Ideengeber*innen zukünftig leichter ist, eine eigene Organisation zu gründen, sie weiterzuentwickeln oder nachhaltig zu etablieren.

Diese Handlungsfelder sind:

  1. Veränderungen in der Engagementlandschaft anerkennen
  2. Bedarf einer neuen Rechtsform für Sozialunternehmen
  3. Anlaufstellen für Beratung für Sozialunternehmen
  4. Zugang zu Finanzierungsinstrumenten/ Förderprogrammen
  5. Rahmenbedingungen für persönliches Engagement der freiwillig Engagierten Bürger*innen stärken

All unsere Forderungen haben wir mit Quellen untermauert, sodass Ihr Euch darüber hinaus noch tiefergehend informieren könnt.

U.a. fordern wir die Politik dazu auf, gemeinsame Innovations- und Testräume aufzubauen, wofür sich auch die Wohlfahrt einsetzt, sodass die Entwicklung, Gründung und Skalierung engagementfördernder Innovationen in Deutschland lokal unterstützt wird. Die geplante Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt mit Sitz in Neustrelitz könnte diese Innovationsräume fördern (siehe hierzu Handlungsfeld 1 des Positionspapiers).

Weitere Forderungen sind zum einen die feste Verankerung von Service Learning Formaten in Schulen und Hochschulen, um bürgerschaftliches Engagement und Gemeinwohlorientierung bereits in frühen Lebensjahren unabhängig der sozialen Herkunft erfahrbar zu machen. Zum anderen soll Corporate Volunteering staatlich gefördert werden (siehe hierzu Handlungsfeld 5 des Positionspapiers).

Zitat und Bild Oliver Weyer von Voltastics

Bild: Oliver Weyer von Voltastics: www.voltastics.org

Schaut Euch für tiefergehende Informationen und all unsere Forderungen einfach in Ruhe unser Positionspapier an. Wir verstehen unter Digitalisierung und Sozialen Innovationen nicht einfach nur Buzzwörter, die schick klingen. Stattdessen wollen wir sozial-innovativ agieren und das bürgerschaftliche Engagement digital voranbringen und gestalten!

Wenn Ihr Fragen zum Thema habt oder uns unterstützen wollt, meldet Euch bei Hannah, der Ansprechpartnerin bei SEND zum Thema Bürgerschaftliches Engagement.

Hannah Fürstenwerth: [email protected]

Download des Positionspaiers Engagement hier.

Foto von Dakota Corbin / Unsplash