#FridaysForFuture und Social Entrepreneurship

14.03.2019 | news

#FridaysForFuture hat sich inzwischen zu einer weltweiten Bewegung entwickelt. Diesen Freitag finden in über 100 Ländern in mehr als 1.600 Städten [aktueller Stand] Demonstrationen statt, die unsere Politik ermahnt, der Herausforderung des Klimawandels endlich mit dem nötigen Nachdruck zu begegnen. Es gibt viele Parallelen zwischen den Forderungen der Demonstranten und den Lösungen von Social Entrepreneurs, deren Kernziel die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen ist. In diesem Beitrag wollen wir Euch drei unserer Mitglieder vorstellen, die tolle Lösungen für eine Bekämpfung des Klimawandels entwickelt haben.

Eckart von Hirschhausen, #ScientistsForFuture, Luisa Neubauer, #FridaysForFuture und unser SEND-Vorstand Markus Sauerhammer

Ecosia ist eine nachhaltige Suchmaschine, die über ihre Gewinne Aufforstungsprojekte in der ganzen Welt finanziert. Darüber wurden inzwischen über 52 Millionen Bäume gepflanzt. Das Unternehmen steht zudem durch die monatliche Veröffentlichung der finanziellen Kennzahlen für Transparenz und hat sich kürzlich in ein Purpose Unternehmen umgewandelt. HIER erfahrt ihr mehr zu den Beweggründen des Gründers.

Polarstern Energie ist ein Ökostromanbieter, der den Klimawandel ganzheitlich angeht. Durch den Abschluss eines Stromvertrages erhalten nicht nur die Kunden 100% Ökostrom, sondern wird auch der Ausbau erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern wie Kambodscha vorangetrieben. Eigentlich logisch: Die Klimakrise ist eine globale Herausforderung und macht an Ländergrenzen keinen Halt. Neben 140.000 Tonnen CO2, die durch dieses Modell eingespart wurden, konnte außerdem das Leben von 25.000 Menschen in Entwicklungsländern verbessert werden.

Das ist eine gute Überleitung zum nächsten Beispiel: Das hessische Sozialunternehmen Africa Green Tec kümmert sich durch mobile Solarcontainer dem Aufbau einer dezentralen Energieversorgung in Afrika. Das junge Unternehmen hat bereits 21 dieser Container realisiert und damit 75.000 Menschen den Zugang zu klimafreundlicher Energie ermöglicht.

Jetzt könnte man meinen es wird alles gut und das Problem löst sich von alleine. Dem ist aber nicht so, da die aktuelle Förder- und Innovationspolitik der Bundesregierung Akteure benachteiligt, die beim Aufbau ihres Unternehmens die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen vor die kurzfristige finanzielle Rendite von Investoren stellen. Weitere Informationen dazu findet ihr unserem Statement zu der Antwort der Bundesregierung auf die „Kleine Anfrage“ der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.

Inzwischen versammeln sich unter #FridaysForFuture nicht mehr nur Schüler und Studenten, sondern auch deren Eltern über #ParentsForFuture und die Wissenschaft mit #ScientistsForFuture. Auch wir wollen nicht länger tatenlos zusehen. Viele Lösungen sind längst entwickelt, haben aber noch immer mit schwierigen Rahmenbedingungen bei der Gründung und Wirkungsentfaltung zu kämpfen. Wir werden uns deshalb gemeinsam mit weiteren Akteuren der von Unternehmensgrün initiierten Aktion #EntrepreneursForFuture anschließen. Mehr dazu demnächst! Lasst uns gemeinsam auf eine enkeltaugliche Zukunft hinarbeiten!