Breite Allianz: Verbände fordern bessere Rahmenbedingungen für soziale Innovationen in Deutschland

14.01.2019 | news

Berlin, 14. Januar 2019.

Gemeinsam mit fünf großen Wohlfahrtsverbänden (AWO, Caritas, Diakonie, DRK und ZWST), haben das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND) und der Bundesverband Deutsche Startups (Startup-Verband) beschlossen, zukünftig stärker zusammen an innovativen Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu arbeiten.

In einem gemeinsamen Positionspapier beleuchten sie die Potentiale der neuen Allianz und fordern von der Politik bessere Rahmenbedingungen für soziale Innovationen ein.

"Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der alle Menschen vom Fortschritt profitieren. Deshalb verbinden wir die Stärken der Wohlfahrt sinnvoll mit denen von Social Startups, um sie gemeinsam für die Verbreitung von Sozialen Innovationen zu nutzen. "

– Katrin Elsemann, Geschäftsführerin SEND

Innovationen für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Soziale Innovationen sind in technologischen und gesellschaftlichen Umbruchphasen ein Kernbaustein für die Sicherung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Die Bewältigung des demographischen Wandels, die Gestaltung der Digitalisierung und die Förderung des sozialen Zusammenhaltes sind drängende Aufgaben, für die es neuer Kooperationen und gemeinschaftlicher Lösungsansätze bedarf.

Weltweit und auch in Deutschland entwickelt sich in eine aktive, sozialunternehmerische Gründer*innen-Szene. Viele dieser Unternehmen starten mit guten Ideen für eine bessere Zukunft, wie zum Beispiel Media4Care, das ein Tablet entwickelt hat, das von Demenz betroffenen Menschen hilft. Oder be able, das die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung über eine Matching Plattform fördert. Oder auch vostel, das ehrenamtliches Engagement in die digitale Zeit trägt. In unterschiedlichsten Bereichen werden dabei innovative Methoden und neue, digitale Technologien genutzt. Damit diese Innovationen wachsen und nachhaltig Wirkung entfalten können brauchen sie starke, erfahrene Partner aus der Wohlfahrt.

Für eine wirkliche Entfaltung Sozialer Innovationen benötigt es in Deutschland aber auch bessere Rahmenbedingungen. So fordern die Verbände in ihrem Positionspapier vor allem, dass für gemeinsame Begegnungs- und Experimentierräume sowie für die Verbreitung von erfolgreichen innovativen Projekten, mehr finanzielle Ressourcen bereitgestellt werden müssen. Nötig sind Förderprogramme, die der Besonderheit und den speziellen Bedürfnissen sozialer Innovationen gerecht werden, damit zeitgemäße Lösungen entwickelt, realisiert und verbreitet werden können.

Hier kommt Ihr direkt zu den gemeinsamen politische Positionen von dem Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO), dem Deutschen Caritasverband (DCV), dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), der Diakonie Deutschland (DD), der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST), dem Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND) und dem Bundesverband Deutscher Startups (Startup Verband) zur Förderung sozialer Innovationen